Donnerstag, 19. März 2009

"This area is no safe"

Wie der Name schon vermuten lässt, waren wir gerade eben mal wieder in Kabuchikuro in Shinjuku, dem "Rotlichtviertel" von Tokio. Und nein, auch diesmal haben wir uns nicht auf eine "Massage" einladen lassen. Den Laden, in den wir gehn wollten, haben wir leider nicht gefunden. Was daran liegt, dass ich ihn in der falschen Straße vermutet habe (das is aber auch so ungenau auf dieser blöden Internetseite! Schonmal versucht, in Japan Adressen zu dechiffrieren? die haben keine Straßennamen! Und die Hausnummern sind nach Entstehungsdatum geordnet!)
Naja, dann mussten wir eben zu Plan B umschwenken- mal wieder in's Hub gehn, aber diesmal das in Shinjuku (die Dinger gibt's überall oO). Nach "kurzem" Suchen und ungefähr tausend Japanern, die wir mehr oder weniger erfolgreich nach dem Lokal gefragt haben, habe ich einen Afro-Amerikaner, dessen Aufgabe es eigentlich war, Gäste für eine Strip-Show aufzutreiben, kurzerhand dafür missbraucht, uns den Weg in unser Pub zu zeigen. Zuvor hatten wir noch eine nette Unterhaltung mit einem alten Japaner, der uns von Frankfurt und Bratwürsten erzählt hat und auf dessen Aussage "This area is no safe" zurückging.
Nun, ich will mal mutmaßen, dass er recht hatte- im Hub angekommen, wurde uns ein Platz an einem runden Tisch zugewiesen, an dem drei Japaner und zwei Australier oder irgendsowas saßen. Die Japaner waren lustig, die sahen aus wie von der Ausbildungsakademie der Yakusa und die Aussies waren seltsam nervös, zumindest, wenn man sie angesehen hat.
Was mir auf jeden Fall aufgefallen ist, war eine braune Ledermappe, die die dabei hatten. Nichts besonderes, klar, aber als sie dann gegangen sind, ging die Mappe nicht mit. Stattdessen kam ein Japaner mittleren Alters samt Bier an den Tisch und nahm die Mappe an sich.
So viel zu den Fakten, nun zu meinen wilden Mutmaßungen (nicht ganz ernstnehmen, bitte): Die beiden Ausländer haben Informationen an den Geheimdienst verkauft, die Freunde von der Yakusa wurden abkommandiert, die "Ware" nach der Übergabe an sich zu nehmen. Ich wollte ja noch auf die Schießerei warten, aber die Ubahnen fahren ja nur bis 12.

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