Montag, 16. März 2009

Deutschland, Deutschland und die ersten Erfolgserlebnisse

Nach 14 Stunden Schlaf (der auch gut nötig war, bei mir zumindest) haben wirs dann geschafft, uns um 8 Uhr aus dem Bett zu "quälen, nachdem uns die Baustelle direkt gegenüber geweckt hat. Aber macht nix, ist ja eh gut, recht früh aufzustehn, dann hat man mehr vom Tag und in Tokio gehn die letzten Ubahnen eh schon so gegen 12. In Ermangelung eines offenen Supermarktes habe ich dann einen der zahlreichen Autmaten (die stehn hier wirklich überall an der Ecke!) ausprobiert, indem ich wahllos einfach irgendein Getränk gezogen habe. Dann gings weiter durch Tokios Ubahnnetz, das wir inzwischen sogar quasi verstehen (es gibt nur einige Unstimmigkeiten beim Umsteigen: Martin meint, man muss dann ne neue Karte ziehen, ich bin der Meinung, man bekommt seine Karte wieder, wenn man an einem Bahnhof mit mehreren Linien ist. Dafür spricht, dass ich eine Karte von irgendwann im Geldbeutel hatte. Damit hab ich prompt die Metro auf Bugsicherheit überprüft und diese Karte von irgendwann beim Aussteigen in den Automaten geschoben habe. Die Metro hat bestanden, der Automat ist nicht explodiert. Stattdessen hat er behauptet, ich solle noch irgendwas bezahlen, aber nicht gesagt, wo, und mich trotzdem rausgelassen.) . Auf nach Deutschland! Die Deutsche Botschaft sieht aus wie das Kanzleramt: eine riesige Betonmauer, auf der ein massiver Gitterzaun sitzt umramht ein Gebäude aus Stahlbeton mit einer Fensterfassade mit hervorstehenden Stahl-irgendwas-bla. Nach kurzer Wartezeit durfte ich 3600 Yen (ziemlich genau 30€) an eine sehr gut deutsch sprechende Japanerin entrichten. Stack's Vater lief uns leider nicht über den Weg.
Gegenüber von Deutschem Boden in Japan fanden wir dann einen sehr schönen Park, den Arisugawa Memorial Park, in dem wir feststellen mussten, dass Katzen, Raben und Tauben hier wohl zu der gleichen Sorte unerwünschter Streuner gehören. Ein paar Bilder:

Sowas mitten in Tokio zu finden, hat mich ein wenig überrascht. In Hiroo bzw Minami-Azabu (also in dem Stadtteil, wo die Botschaft liegt) hat man übrigens extrem viele Ausländer gesehen im Vergleich zu Ueno, wo man die paar Europäer an der Hand abzählen kann.
Nach einer "Besprechung" in dem Park haben wir als unser nächstes Ziel Chiyoda ausgewählt, die Insel mitten in Tokio, auf der der Kaiserpalast steht (Ich glaub, die Karte von Hiroo nach Chiyoda hab ich wieder bekommen). Unsere Erwartungen waren nicht besonders hoch, denn im Reiseführer war schon angekündigt, dass man nicht besonders viel sieht davon und tatsächlich war die gesamte Insel für die Öffentlichkeit gesperrt. Nur ein Teil davon ist zugänglich, aber nicht am Montag und am Freitag. Also werden wir da vielleicht morgen nochmal vorbeischaun. Dennoch waren die beiden National gardens recht schön und das ganze architektonisch gerade für Andi interessant. Warum? Weil die ganze Insel eine Festung ist. ;)















Die Bilder sind jetzt n bisschen blöd, um das zu erklären, die Straße, die man unten sieht, führt auf die Insel rauf in einen der beiden National Gardens (der war nicht besonders spektakulär) und ist wohl erst nachträglich angelegt worden. Man sieht hier auch die Mauer, die etwa 10 Meter über dem Wasserniveau ist (innendrin isses nicht so hoch) und die "alten" Eingänge führen alle durch ein Tor, dann ist n kleiner Platz und danach nochmal n Tor. Genauso einer der Haupteingänge in den abgesperrten Bereich: Brücke-Tor-kleine Insel-Brücke-Tor.







Das sieht man hier.











Und hier sieht man das gleiche nochmal von näher, denn aus irgendeinem Grund haben tausende geschäftige kleine uniformierte Japaner plötzlich angefangen über diese Brücke zu laufen, weiß der Geier, warum. Wer genau hinsieht oder das Bild in guter Qualität hat, kann die da hinten rumlaufen sehn. Wir haben nicht auf das Ende vom Zug gewartet.


Dann sind wir einmal um die Insel rumgelaufen durch ein sehr modernes, belebtes Tokio, nicht so wie Ueno hier, nein, dort sind die Straßen breit und haben Bürgersteige, dort gibt es unterirdisch verlegte Stromleitungen und riesige Hochhäuser. (Davon gibts auch Bilder, aber wer alles sehn will, muss mich wenn ich wieder daheim bin selber fragen.) Mir tun die Füße weh, das war weiter als es aussieht. Wer Lust hat, auf Google Maps unseren Weg nachzuvollziehen- wir sind vom Koukyo-Gaien (Südwestlicher Park) rechtsrum zum Kitanomaru-Kouen (Norden) gelaufen und haben das National Museum of Modern Arts links (naja, in unserem Fall rechts) liegen lassen.






Der Kitanomaru-Kouen ist deutlich schöner als der Koukyo-Gaien (der eigentlich nur aus endlosen Graswiesen mit Bäumen besteht und über den eine sechsspurige Straße führt; sechsspurige Straßen sind in Tokio aber normal) und hier befindet sich auch eine Konzerthalle, vor der aufgeregte Teenies schon um 14 Uhr auf den Anfang eines Konzerts gewartet haben.

















Hier nochmal der Blick auf den Graben zwischen der Insel und Rest-Tokio ;)












... und hier das Ubahnnetz von Tokio, wie es überall in den Ubahnstationen aushängt... *g*



Und jetzt sind wir hier, im Hotel. Ich hab gerade irgendwas leckeres mit reis, Zwiebeln und paniertem Hühnchen gegessen, das es in dem Supermarkt "um die Ecke" gibt. Der is übrigens cool: die ganze erste Etage besteht aus Kühlregalen, in denen es alle möglichen Arten von (ich denke) frischem Fisch und Fleisch gibt sowie einige leckere "Fertiggerichte", die allerdings nichts mit den Fertiggerichten bei uns zu tun haben: Die hier sind frisch, lecker, ordentlich und wirklich fertig. Deswegen aber auch nicht haltbar. Trotzdem, sowas sollte es bei uns auch geben. Außerdem kommt man so deutlich billiger über die Runde- 380 Yen hab ich für mein Abendessen gezahlt.
Martin konnte ich leider noch nicht dazu überreden, irgendwas x-beliebiges zu probieren (weder essen noch trinken), aber immerhin hat er sich Sushi geholt. Ich fahre ganz gut mit meinem Kurs "Voilgas gecha'd Wand" und hab eigentlich immer nur gute Dinge gegessen und getrunken.
In dem Supermarkt hab ich übrigens auch eine schöne Kuriosität entdeckt- "Final Fantasy Dissidia Potions" mit Artworks von Final Fantasy Charakteren. Wer son Ding mitgebracht haben will, soll sich bei mir melden. Gibt's als Chaos oder Cosmos- Potion (schwarz bzw weiß) und ich hab grad son Teil getrunken, das war lecker.
So, das warn die langweiligen Reiseberichte von heute (bisher), wir werden uns jetzt noch die Uni ansehen und dann das Nachtleben in Shibuya oder Rippongo erkunden. Wünscht uns viel Glück und dass die Yakuza uns in Ueno auf'm Heimweg nicht über'n Haufen schießt *g*
Ach ja, Japaner sind nicht alle so klein, aber ein paar sind schon wirklich recht klein.
Und japanische Schulmädchen sehen cool aus, soll ich jemandem eine mitbringen? ;) (gewünschtes Alter nennen)

Ach ja, ich wurde grad gefragt, was wir in der Botschaft gemacht haben: Meinen Führerschein übersetzen lassen.

Huh, mir ist aufgefallen, dass ich eines noch gar nicht geposted habe: Wir machen Fortschritte in der Verständigungskunst. Es ist mir heute gelungen, ohne weitere Probleme zwei Kaffee zu bestellen, wuhu. Mal sehn, wie's heut abend läuft.

Weitere interessante Details so weit:
-Das mit dem "links ausweichen" machen die Japaner wohl doch so wie sies gerade wollen. Wenn ich links ausweiche, sind sie verwirrt, wenn ich rechts ausweiche erst recht. Ich glaub ich lass es einfach bleiben. Sollen die an mir vorbeilaufen oder sie knallen in mich rein. Ihr Problem.
-Die Ubahn is cool und die Bahnhöfe sind zwar riesig (und wenn ich sage, riesig, dann meine ich riesig), aber immerhin gut beschildert.
-Die Klobrille hier Hotel is beheizt und es gibt interessante Knöpfe am Klo
-Die Polizisten hier kehren die Straße, wenn sie nix zu tun haben

So, jetzt ist aber wirklich gut hier, genug ausgeruht, wir gehen uns jetzt die Tokyo University ansehen. Ach ja, und morgen gehen wir in das Schwertmuseum in Shinjuku :P

1 Kommentar:

  1. 1. Warum musstet ihr in die Botschaft?!
    2. Mach nen google maps link und poste den gefaelligst!
    3. das Ubahnnetz sieht agrned so gross asu wie ich erwartet haette Oo

    Und martin du pussy - ane ich mag das ned - nae ich probeir das ned das kenn cih ned - was soll denn das oO ich verpass dir mal ne Hodennuzz!

    Ich nehm ein schulmaedchen - 19 Jahre bitte
    -Botschaft - Fuehrerschein - alels klar

    -Die Klobrille hier Hotel is beheizt und es gibt interessante Knöpfe am Klo => geil :)

    -Die Polizisten hier kehren die Straße, wenn sie nix zu tun haben => noch geiler !

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